Besonderes Hauskonzert bei Wenzel Meinl

Seit über 3 Jahren arbeitet die Musikinstrumentenmanufaktur Wenzel Meinl GmbH in Geretsried mit dem slowenischen Komponisten, Rundfunkredakteur und Professor für Blasmusik am Konservatorium in Laibach Igor Krivokapic an einer Serie von Helikoninstrumenten. Das sind gebogene, geschwungene Blechblasinstrumente, wie sie in Teilen von k.u.k. Österreich-Ungarn üblich waren. Am bekanntesten ist die Tube, die um den Körper gewickelt ist, wie sie heute z.B. bei LaBrassBanda zum Einsatz kommt.


Vorlage war zunächst ein Kaiserhelikon in Kontra-B, das in einem slowenischen Dorf in einer Leichenkammer, einem Beinhaus gefunden wurde. Dieses  historische Instrument baute Wenzel Meinl zuerst nach und es folgten inzwischen nahezu der ganze Satz, nämlich ein Sopranhelikon in der Lage Es-Alt und ein Tenorhelikon in F-Kontralt. Dieses Projekt förderte die EU, denn der handwerkliche Aufwand in Geretsried war enorm.
Als Dank traten nun die Kinder des Initiators zu einem Mittagskonzert im Hof der Firma auf: der 10-jährige Bratko und der 8-jährige Vidor, die erst seit gut einem Jahr diese Instrumente spielen – dies aber hervorragend über 45 Minuten im Konzert taten, auch weil die Helikonbauart ein einfaches Spielen ermöglicht.
Gekrönt wird dieses Projekt als Protonukleus  im Oktober mit einer neuen Symphonieorchesterform mit 35 Musikern, eben mit 6 Helikonen, Saxofonquintett ,  Streichern und Percussion – getragen vom Goethe-Institut in Slowenien, der entsprechenden Kulturstiftungen Frankreichs und der Schweiz.

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