Parforcejagd bedeutet "durch Stärke jagen"

Dabei jagt die Hundemeute Rotwild, Dammwild und Sauen bis das Tier ermattet. Die Parforcejagd wurde im 17. Jahrhundert so modern, dass man dafür ein großwindiges Horn entwickelte, das der Reiter über seine Schulter trägt: Kopf und Arm hindurchgesteckt beide Hände frei für die Zügelführung. Der Jägermeister des französischen Königs Ludwig XV., Marquis des Dampierre, schuf eine große Zahl von Kompositionen für die Jäger zu Pferd sowie die adeligen Jagdherren und Gäste, die selbst begeistert ins Horn stießen. Auf ihn führt man sogar das Orchesterhorn zurück.

Nach Deutschland kam das Horn durch den böhmischen Grafen Sporck (1662–1738), der diese Musik am französischen Hof kennen gelernt hatte. Zunächst war das Parforcehorn nur einwindig. Für die Einführung im Orchester wurde es dann aber mehrwindig gebaut, da es das Stopfen erleichtert.

Wie populär das Parforcehornblasen war, zeigt Haydn, als er 1801Jagdsignale in ein Oratorium einbaut. Uns ist vor allem daraus das große Halali geblieben.