Über die Jäger- und Schützeneinheiten des deutschen Bundesheeres, die ein kreisförmiges Signalhorn zur Unterscheidung von dem der Infanterie führten, fand das Fürst-Pleßhorn als Jagdgebrauchsinstrument Eingang in das grüne Waidwerk. Die dort dienenden Förster und Berufsjäger nahmen es mit in ihr Zivilleben, ebenso wie manches militärische Signal, das zum Jagdsignal umgewidmet wurde. Es trägt seit 1880 den Namen des Oberstjägermeisters Wilhelm I., Fürst von Pleß, der zu seiner Verbreitung wesentlich beitrug.
Alle traditionellen zweiwindigen Fürst-Pleßhörner haben einen breiten Neusilberkranz am Becherrand, der früher als Überblaskranz oder auch zur Verstärkung notwendig war. Die heutige Konzeption weist ihm eher eine optische Bedeutung zu.


