PFLEGE & TIPPS

Pflege & Tipps

Ihr Musikinstrument braucht regelmäßige Pflege, damit es Ihnen möglichst lange erhalten bleibt und Sie einen größeren Reparaturbedarf vermeiden. Der Zeitbedarf dafür ist äußerst gering.

Perinetventile
Nehmen Sie die Perinetventile des öfteren heraus, reiben Sie diese mit einem fusselfreien Lappen ab und tragen sie dann ein geeignetes Perinetventilöl auf. Hinweis: Bitte nehmen Sie sich die Zeit und nehmen Sie ein Perinetventil zum Ölen tatsächlich heraus, denn bei einem schnellen Öl-"Einwurf" durch den unteren Schraubdeckel kann sich kein Schmierfilm auf der gesamten Ventiloberfläche bilden.

Zylinderventile
Zylinderventile müssen seltener geölt werden als Perinetventile, danken aber die regelmäßige Pflege durch störungsfreien Lauf. Hier werden die Ventile im Instrument belassen, denn es müssen nur die Laufzapfen oben (unterhalb des Flügels) und unten (hierzu müssen Sie den unteren Schraubendeckel mit der Hand lösen) mit Zylinderventilöl behandelt werden. Bei dieser Gelegenheit können Sie auch alle beweglichen Teile des Druckwerks und die Stahlkugelgelenke mit Öl versehen.
Hinweis: Bitte schütten Sie kein Öl (auch kein dünneres Perinetventilöl!) durch die Züge in das Ventil, denn so wird nur das dicke Zugfett aus den Innenzügen ausgewaschen und verklebt dann das Ventil.

Herausnehmen des Ventils:
Zwecke oder Kopfschraube (1) herausschrauben, Schraubendeckel (2) abnehmen, Durchschlagstift (3) in das Kopfschraubenloch, Hand unter das Ventil und kräftiger Schlag auf den Durchschlagstift.

Einsetzen des Ventils:
Einstellen des Sprengdeckels (4) nach den eingefeilten Markierungen, Aufsetzen des Holzstöckchens (5) auf den Sprengdeckel und gleichmäßiges Einklopfen des Ventils mittels leichter Schläge auf das Holzstöckchen. Geölt werden dürfen nur die Laufzapfen, aber keinesfalls die Lauffläche des Ventils.

 

Ventil- und Stimmzüge:
Auf die Ventil- und Stimmzüge sollte ab und zu Zugfett aufgetragen werden, um eine gute Gangbarkeit zu gewährleisten. Vorher sollte das alte Fett entfernt werden. Laufen Ihnen die Züge nach dem Auftragen des Fetts zu schwer, so können Sie z.B. für die Ventilzüge einen Tropfen Ventilöl aufbringen, damit Trigger leichter laufen oder die Züge während des Spielens leichter gezogen werden können.

Reinigung
Unsere serienmäßige Lackierung des Instruments mit Diamantklarlack ist von Anfang an ein ausgezeichneter Schutz für das Aussehen. Ohne Oberflächenbehandlung wie Lackierung oder Versilberung würde das Messing "anlaufen". Bei unserer Einbrennmethode (Lack) wird der Ton nicht verändert.

Um den guten Auslieferungszustand des Lackes (oder der optionalen galvanischen Behandlung, wie z.B. Versilberung) möglichst lange zu erhalten, wird jedes unserer Melton/Meinl-Weston Instrumente ab Werk in einen flauschigen, oberflächenschonenden Instrumentenbeutel verpackt, der auch im späteren Gebrauch hilft, Ihr Instrument vor kleineren Kratzern zu bewahren.

Sie können mit dazu beitragen, die Instrumentenoberfläche möglichst lange im Auslieferungszustand zu erhalten. Dazu sollten Sie folgende Punkte beachten: Trotz der hohen Widerstandsfähigkeit unserer Oberflächenbehandlungen können neben Uhren, Ringen etc. auch diverse Gegenstände an der Bekleidung wie z.B. Knöpfe, Gürtelschnallen usw. Kratzer verursachen. Auch die Handtranspiration kann zu Schäden führen. Dieser können Sie durch die Pflege mit einem weichen Lappen und ggf. einem speziellen Lackpflegemittel (nur bei lackierten Oberflächen) oder einem speziellen Putzmittel (nur für versilberte oder vergoldete Oberflächen) entgegenwirken – am besten nach jedem Spielen.

Das gesamte Instrument sollte regelmäßig einer Innenreinigung unterzogen werden. Hierzu sind besondere Reinigungsbürsten oder -düsen im Fachhandel erhältlich. Nach ihrer Verwendung sollte man das Instrument mit lauwarmem, reinem Wasser gründlich durchspülen. Abschließend erfolgen das Ölen der Ventile sowie das Fetten der Züge wie oben beschrieben.

Darüber hinaus sollten Sie dem Instrument nach dem Spielen Zeit zum Trocknen geben; ein sofortiges Verpacken des noch von innen feuchten Instruments in den Koffer oder Überzug fördert langfristig die Korrosion (Entzinkung).

Wir empfehlen Ihnen zusätzlich die Anschaffung eines Mundstückbürstchens zur Reinigung, da schon die kleinsten Schmutzreste in der Seele des Mundstücks eine verschlechterte Ansprache sowie Stimmungsprobleme verursachen können. Hinweis: Lassen Sie das Mundstück nach dem Spielen nicht im Instrument stecken.

Allgemeine Wartung:
Spricht ein Zylinderinstrument einmal nicht richtig an, so überprüfen Sie zunächst, ob die Ventilstellung stimmt. Diese Stellung ist im Sprengdeckel (sichtbar nach Abschrauben des unteren Schraubendeckels) gekennzeichnet. Bei Nichtübereinstimmung sollten Sie zunächst die Anschlagkorke auswechseln (lassen).

Wasserklappenkork
Ebenso wichtig ist der Wasserklappenkork. Hier muss die Abdichtung gewährleistet sein, ansonsten sind verschlechterte Ansprache und Klang die Folge. Der gute Fachhandel hat derartige Ersatzteile und auch Wasserklappenfedern in der Regel vorrätig.

Sollten sich wider Erwarten doch einmal Probleme ergeben, so wenden Sie sich am besten zunächst an Ihren Fachhändler, der das Problem fachgerecht und meistens schnell beheben kann.